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| Pleite
in Peking |
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10
Tage Reis und Nudeln
Zu Hause gehen wir gerne beim Chinesen essen. In Peking hatten wir plötzlich Probleme mit der chinesischen Küche. Das lag zum einen an der unsäglichen Hitze, die einem den Appetit auf alles verdarb. Und zum anderen an den wenig verlockenden Gerüchen und Abfällen in unmittelbarer Nähe vieler
Restaurants und Imbissbuden. Nachdem wir eine chinesische Räucherwurst gekauft und probiert hatten,
konnten wir gar nichts "chinesisches" mehr essen.
Sobald wir an einem Restaurant vorbeigingen, hatten wir den
Geruch wieder in der Nase und der
Magen hat sich geweigert, das Haus zu betreten.
Und dann traf uns noch ein schwerer Schicksalsschlag: Wir waren pleite. Das alles führte dazu, dass wir uns zwei Wochen von Reis oder Nudeln mit Tomatensoße, Gurken und Tomaten ernährt haben. |
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Straßenrestaurant |
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No Card, no Cash
Wie war früher die Geldbeschaffung auf Reisen beschwerlich. Man musste haufenweise Bargeld mitnehmen und vor Ort umtauschen oder alles in Traveler-Checks mitnehmen. Das ist heute weltweit kein Thema mehr, Geld
bekommt man fast überall problemlos, auch in China. In Peking gibt es an jeder Ecke eine Bank oder einen Geldautomaten. Man sucht sich einen Geldautomaten, schiebt seine EC-Karte rein und schon hat man Bargeld. Völlig einfach.
Allerdings sollte man darauf achten, wie die Ziffern der Tastatur angeordnet sind. Sonst kann es passieren,
dass man den Pin so wie immer (mehr oder weniger nach Gefühl) eingibt und verwundert auf die Fehlermeldung
"Wrong Code" starrt. Ok, noch mal eingeben. Nochmal falsch. Gut, dann eben den nächsten Geldautomaten versuchen. Wieder falsch. Dann beginnt das "Experimentieren" mit dem Pin, denn mittlerweile weiß man ihn nicht mehr. Und dann wenn einem endlich auffällt: die Ziffern sind ganz anders angeordnet als zu Hause, ist es schon zu spät - die EC-Karte ist gesperrt, der Geldhahn abgedreht.
Doppeltes Pech, wenn gleich zwei Leute diesen Fehler begehen und gesperrte EC-Karten mit sich
herumtragen!
Die einfachste Möglichkeit wäre natürlich gewesen, mit der
Kreditkarte Geld am Automaten abzuheben. Das setzt allerdings
voraus, dass man den Pin kennt. Da ich nie Geld mit der
Kreditkarte abhebe, wusste ich den Pin nicht. Ging also
auch nicht. Da standen wir am dritten Tag mit einem vollen
Kühlschrank und üppigen 200 Yuan.
20 Euro für 7 Tage Peking und 2 Personen, ist
nicht gerade viel. Reicht zum Überleben, aber Taxifahren, Eintrittsgelder - dafür bleibt nichts. Ziemlich trostlos.
Wir waren bereits dabei, auf dem Stadtplan zu erkunden, was wir im
näheren Umkreis alles zu Fuß besichtigen können, da fanden sich
doch noch 500 Yuan in einer Reservetasche. Außerdem haben wir
etwa 100 Euro Bargeld zusammengebracht und die auf der Bank
umgetauscht - an einem Sonntag!
Die Situation sah wieder etwas besser aus. Von den 1700 Yuan haben wir erst mal
150 Yuan (mit großzügiger Reserve) für die Taxi-Fahrt zum Flughafen zurückgelegt und den Rest in Tagesportionen eingeteilt. Jetzt hatten wir immerhin 200 Yuan pro Tag. Damit
kann man gut auskommen. Für die Taxifahrten gingen täglich etwa 30-40 Yuan drauf, dazu die Eintrittsgelder, je nach Sehenswürdigkeit zwischen 10 und 100
Yuan, blieb noch etwas Geld für Getränke und frisches Obst.
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Geldbeschaffung
per
Kreditkarte
Zufrieden waren wir mit unseren eng kalkulierten 200 Yuan/Tag allerdings nicht. Also wurde noch mal Rücksprache mit unserer Bank in Deutschland genommen. Die meinten, wir sollten versuchen, mit
der Kreditkarte bei einer chinesischen Bank Bargeld zu bekommen. Das hat
dann geklappt, die Vorlage des Reisepasses war
zur Identifizierung ausreichend, Pin war (glücklicherweise)
überflüssig. Drei Tage vor dem Rückflug waren wir wieder "reich" und konnten doch noch ein paar Souvenirs für die Leute daheim einkaufen.
Wie wir trotz Pleite telefonieren konnten? Für die allergrößte Not hatten wir unsere Handys
dabei. Mit meinem O2-Netz hatte ich Empfang, aber ein paar kurze
Telefonate innerhalb von China mit Cin (weil das Taxi am
Flughafen erst nicht kam, weil wir mit dem Housemaid nicht
sprechen konnten und wegen der Abreise) haben 30 Euro gekostet,
also lieber lassen.
Für längere Gespräche nach Deutschland hatten wir ein
Telefon in der Wohnung. Man kann in China Prepaidkarten kaufen
und damit relativ günstig nach Hause telefonieren. Wir
haben die kostenlose Variante gewählt und uns anrufen lassen. Dank günstiger Call by Call Nummer kostete der Anruf von Deutschland nach Peking nicht mehr als ein Ortsgespräch....
Jedenfalls wurden meine Eltern beauftragt mit der Bank zu
verhandeln und
sich um die finanzielle Misere ihrer Tochter zu gekümmern.
Auf die Art und Weise haben wir überhaupt erst erfahren, dass unsere Karten gesperrt sind und nach weiteren elterlichen Telefonaten mit der Bank, dass wir es mit der Kreditkarte versuchen könnten.
Mein Vater (Heinz) hat nach glücklicher Heimkehr eine ganze Weile rum lamentiert, wie es
passieren kann, dass zwei Leute den falschen Pin eingeben und es
nicht merken. Noch dazu zwei Erwachsene. Als kurz darauf ein Geldautomat in Schweden seine
EC-Karte eingezogen hat, war Schluss mit dem Unverständnis :-) |
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(Besonderheiten in China) |
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