Darum
geht's hier:
2 Senioren kurz vor 70 auf ihrem Weg (von der Planung bis zur
eigentlichen Reise) zum anderen Ende der Welt - ins Kiwiland
Neuseeland.
24.10.04
Wie es der Reiseführer versprochen hat, haben wir an der
Westküste genau die Art von Wetter, die zur Westküste
gehört: Regen, Wind und noch mal Wind. So kann Neuseeland auch
sein. Die Landschaft ist paradiesisch aber nass, nass, nass. Dichter Busch,
Regenwald, ein unglaubliches Grün, das alles zu verschlingen
scheint. Aber wenn dann mal die Sonne herauskommt, sind die Sandfliegen
auch gleich da. So wirklich genießen Angeblich sind die Bewohner der Westküste ein ganz besonderes Volk.
Das zu glauben fällt nicht schwer. Wer laufend im Regen steht
und die Sonne nicht sandfliegenfrei genießen kann, muss schon was
abkönnen.
The
End
of the Road
Jackson-Bay
Unser Weg heute führt eigentlich gen
Norden, aber wir machen erst noch südwärts einen Abstecher in
die Jackson Bay. Hier ist Neuseeland definitiv zu Ende. Es geht
nicht weiter. Für alle, die es nicht glauben wollen, hängt am
Haus ein großes Schild auf dem in krakeligen Buchstaben "End
of the Road" zu lesen ist.
Die 20 km in die verkehrte Richtung fahren wir aus zwei Gründen.
Einmal um zu sehen, wie es am Ende von Neuseeland aussieht und
dann weil es hier angeblich viele Pinguine gibt. Auf dem Weg zur Jackson Bay stehen
jedenfalls satt und genug
Warnschilder, dass man keine Pinguine überfahren soll. Leider
haben wir uns vorher nicht all zu viele Gedanken gemacht, wann die
beste
Zeit zum Pinguin-Watching ist, deshalb treffen wir auch
keine.
Ein kleiner Abstecher an den Strand, um zu schaun, was es hier an
Muscheln Steinen gibt, dann schnell wieder ins Auto, raus aus den
Klamotten und die Heizung auf volle Suppe. Nach wenigen Minuten im
Freien sind wir klatschnass und durchgefroren.
Ganz
schön wild, und warm ist es auch nicht gerade
Hier
wohnen noch echte Pioniere
Alles
trieft
Callas
- die Blume löst plötzlich einen neuen Sammlertrieb bei Rosemarie aus. Was
aber nicht heißen soll, dass sie von den Steinen ablässt.
Als wir wieder trocken und aufgewärmt
sind, wagen wir einen weiteren Vorstoß an den Strand. Das Wetter
ist wirklich brutal und die Tasman zeigt sich diesmal von ihrer
wilden Seite. Welche Mächte hier wirken, wird einem schnell klar,
wenn man sich das Treibholz anschaut: riesige Wurzeln und ganze
Bäume. Viele Künstler an der Westküste schleppen das Holz mit
dem Traktor vom Strand und machen daraus wunderschöne Skulpturen.
Einem dieser Künstler haben wir bei der Arbeit zugeschaut (siehe
nächste Seite). Wir finden auch die ein oder andere Wurzel, die
wir gerne für unseren Garten hätten...