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2 Senioren kurz vor 70 auf ihrem Weg (von der Planung bis zur eigentlichen Reise) zum anderen Ende der Welt - ins Kiwiland Neuseeland. 

Kontakt:
goingto@kiwiland.net
Reisebericht:
4 Wochen im Kiwiland...

Einleitung
Tag 00 - Abflug
Tag 01 - Dubai
Tag 02 - Takapuna
Tag 03 - Christchurch
Tag 04 - Moeraki
Tag 05 - Te Anau
Tag 06 - Milford Sound
Tag 07 - Kingston
Tag 08 - Haast
Tag 09 - Franz Josef
Tag 10 - Westport
Tag 11 - Kaikoura
Tag 12 - Queen Charlotte
Tag 13 - Marahau
Tag 14 - Marahau
Tag 15 - Queen Charlotte
Tag 16 - Lake Ferry
Tag 17 - Castle Point
Tag 18 - Napier
Tag 19 - Waikite
Tag 20 - Papamoa Beach
Tag 21 - Hahai
Tag 22 - Miranda
Tag 23 - Waipu Cove
Tag 24 - Tauranga Bay
Tag 25 - Tauranga Bay
Tag 26 - Bailey Beach
Tag 27 - Auckland
Tag 28 - Singapur
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Web www.kiwiland.net
Durch die Berge zur Westküste
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23.10.04

Queenstown ist das Mekka der Adrenalinjunkies, das Eldorado für Kicks und Thrills, das gelobte Land für jede Art von extremer Freizeitgestaltung. Hier gibt es das Allerneueste und Extremste. Ein paar Beispiele:

Ein Klassiker ist der Bungy-Sprung von der Kawarau Brücke. Hier ging das Jumpen vor rund 10 Jahren los. Es geht 43 m in die Tiefe, auf Wunsch mit Eintauchen in den Shotover River...

Etwas tiefer (47 m) geht es beim The Ledge Bungy & Skyswing. Gesprungen wird von einer Bergstation 400 Meter oberhalb von Queenstown. Zunächst läuft man den Berg hoch, oder nimmt die Gondel, dann springt man auf Queenstown runter. Fraglich allerdings, ob man dabei  die Aussicht genießen.

Pipeline Bungy ( 102 m ) ist ein gutes Beispiel für die ungewöhnlichen Bungy-Locations in Neuseeland. Über den Skippers Canyon verläuft eine Pipeline, die zur Bungy-Station umfunktioniert wurde. 

Nevis Highwire bietet mit 134 m den höchsten (oder tiefsten?) Jump. Die Station ist eine Art Gondel über dem Newis River. Um hier her zu gelangen, fährt man etwa 35 Minuten mit dem Jeep. Das letzte Stück geht auf dem 4-Wheeler über Schafweiden. Dann noch eine kleine Bergkletter-Partie und JUMP!

Wer das Rauf und runter beim Bungy nicht mag, für den ist der Shotover Canyon Swing vielleicht eine Alternative. Über den Shotover River ist in 109 m Höhe eine höchst komplizierte Seilkonstruktion gespannt, in die man eingehängt wird und dann über dem Canyon pendelt. Dabei hat man die Wahl, ob man in die Tiefe springt (60 m freier Fall) und dann auspendelt oder ob man sich in die Startposition abseilen lässt. Der "Swing" erreicht eine Geschwindigkeit von 150 km/h und pendelt im 200 m Radius über dem Canyon. Das Unternehmen verspricht allen Teilnehmern ausreichend Fotos von dem Abenteuer, die gleich im Anschluss abgeholt werden können. Der erste Sprung kostet etwa 60 Euro, alle weiteren etwa 20,- Euro 

Die Flying Bungy-Station hängt an einem Paragleitschirm und ist im Prinzip eine Art Sessel für zwei. Der Gleitschirm wird mit einem Boot über den Lake Wakatipu hochgezogen, dann ab die Post. Motto von diesem Bungy-Spaß: Fly high - stay dry. Könnte allerdings sein, dass der Betrieb inzwischen eingestellt wurde, die Homepage war beim letzten Besuch nicht mehr aktiv.

Fly by wire - ist ein Adrenalin-Spektakel bei dem der Teilnehmer in ein raketenartiges Gefährt kriecht und dann am Drahtseil mit Überschallgeschwindigkeit seine Runden zieht.

Und dann gibt es natürlich noch das Jetboat, das mit über 60 km/h über den Shotover River schießt. Das Boot wurde 1953 von einem Farmer erfunden, der ein Boot für extrem flache Flüsse wollte. Das Boot hat praktisch keinen Tiefgang, und wird von einer Turbinenpumpe angetrieben, die Wasser ansaugt und unter Druck wieder ausstößt und so in Fahrt kommt. Dann geht es Im Affenzahn, haarscharf vorbei an den Felsen.

Wir waren zwar in Queenstown, aber zu früh am Morgen. Die Bungyhopper haben um die Zeit noch ihren Adrenalinrausch geschlafen. Also können wir leider nicht von spektakulären Sprüngen, waghalsigen Verrückten und high life berichten. Sondern nur von einer netten ruhigen Stadt mit ungewöhnlich vielen Straßencafes und einer (was in Neuseeland selten ist) richtigen autofreien Fußgängerzone mit Geschäften und Souvenir-Shops rechts und links. Und einem kleinen Flohmarkt am Samstag Morgen. Wir haben uns aber erzählen lassen, dass später am Tag bis in den frühen Morgen der Bär in Queenstown steppt.

Das Touristenbüro vermittelt die Kicks
Eine Fahrt im Jet Boat mit Heino!
Noch schlafen die Adrenalinjunkies
Ausgestorbener Moa - made aus Holz
Frühling in Queenstown
Floh- und Trademarket am Samstag
SKYTRAVEL24 - Die bundesweite Luftsportagentur
Der Humor in Neuseeland ist very special, ein bisschen britisch, aber noch bissiger. Was macht man, wenn die Feriengäste ihre Kleidung liegen lassen? Einsammeln, aufbewahren und drauf warten, dass der Gast sich meldet und man ihm den Kram nachschicken kann. Nur melden sich die wenigsten Gäste wieder, weil sie schon längst nach oversea sind. Also bleibt man auf dem Zeugs sitzen und steckt es irgendwann in die Altkleidersammlung. Oder man verschönert die Weidenzäune damit. Hier kam irgendein Komiker auf die Idee, die Straße mit weiblichen Dessous zu verschönern.

Auf dem Foto ist nur ein winziger Abschnitt zu sehen, der Zaun ist bestimmt über einen mit BHs in allen Farben und Größen verziert. Wir haben überlegt, ob wir uns an dem Kunstwerk beteiligen wollen, haben dann aber beschlossen, alle Textilien zu behalten. 

Die gleiche Geschichte hatten wir vorher schon mal mit Gummistiefeln gesehen. So lässt sich eben alles verwenden...
Kiwi-Humor: BH-Zaun
Aussichtspunkt Lake County Council
Die Aussicht (zusammengestückelt aus mehreren Einzelfotos)
Heinz
Sitting in am Lake Wanaka
Lake Hawea
bildpartner.de - Komplettservice für Digitalfotos
Ufo-Wolken
Lake Hawea
Ein weiteres Road-Kunstwerk
Möh
Nachdem wir mehrfach an den Seen gehalten haben und Heinz in der Mittagspause zusammen mit einigen Maoris am Lake Wanaka gesessen hat, wird es Zeit mal wieder etwas zu unternehmen. Das Ziel sind die Blue Pools. Um dorthin zu gelangen, läuft man einen kleinen Track von etwa 20-30 Minuten. Die größte Herausforderung war dabei, eine ziemlich wackelige Hängebrücke. Aber nachdem wir schon fast da waren, haben es gewagt. Wir sind Helden!

An den Pools warteten riesige Schwärme Sandfliegen auf uns, die die Idylle etwas störten. Wahrscheinlich haben sie genau wie die Keas gelernt: Wo es hübsch ist, sind Menschen und Chappy. Interessant ist, dass sich die  Stiche ganz unterschiedlich bei uns ausgewirkt haben. Der eine hat sich 2 Wochen gekratzt, der andere kommentierte es mit: "So schlimm sind die doch gar nicht..." Trotzdem tragen die Sandfliegen dazu bei, dass wir uns nicht lange an den Blue Pools aufhalten. 

Das Wasser fließt sehr langsam durch die Gumpen und ist so klar und rein, dass man am liebsten reinspringen möchte. Das muss ein unvorstellbarer Genuss sein. Die Wassertemperatur, die Sandfliegen und fehlende Badekleidung halten uns aber davon ab. Gut so, kurz darauf tauchen weitere Besucher an den Blue Pools auf. 
Wir sind Helden!
Blue Pools
Hast River
Steine sammeln
Am späten Nachmittag zieht sich der Himmel richtig zu und Abends, als es Zeit für den Campingplatz wird, schüttet es aus Eimern. Wir sind an der Westküste angekommen. Pech, dass es hier nur sehr wenig Campingplätze gibt. Und noch mal Pech, dass er überfüllt ist, auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht. Es gab zwar noch Stellplätze ohne Strom aber da wir den Kühlschrank laufen lassen wollten, blieb uns nur noch ein kleines Plätzchen direkt vor dem Gemeinschaftshaus. Dafür hatten wir aber ein nettes Pärchen aus München als Nachbarn. Die Beiden waren seit 4 Wochen in Neuseeland unterwegs und hatten die ganze Zeit nur Regen. Ihre Begeisterung für Neuseeland war dementsprechend etwas gemäßigter als unsere. 

Der Campingplatz hat eine große Schar Stammgäste, die sich hier regelmäßig treffen. Die meisten kamen aus dem Inland, aus Queenstown oder Wanaka und hatten sich zum Fischfang verabredet. Es war gerade Whitebait Saison. Whitebait sind sehr junge Fische, die in riesigen Schwärmen unterwegs sind und mit Handnetzen gefangen werden. Die Fische sind etwa 2,5 bis 5 cm groß und werden mit Kopf und Haaren verzehrt. Die beliebteste Zubereitungsart ist angeblich ein Whitebait-Omelett. Alle Leute waren in Gummistiefeln unterwegs und hatten nur die Fische im Kopf...
Campingplatz
In Ermangelung eines passenden Fotos
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