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| Erwachen
in einer Traumwelt |
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22.10.04
Ein perfekter Morgen auf einem wunderschönen Fjord. Die Nacht
war kurz. Schon bei Sonnenaufgang, so gegen 5 Uhr, sind die
meisten an Board wieder munter. Einige sind gar nicht erst ins
Bett gegangen, manche erst vor wenigen Minuten. Kaffee
hilft! Die Duschen und Toiletten werden belagert, der
Motor wird angeworfen und der Anker eingeholt - wir fahren hinaus auf
die Tasman See. |
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Ein
neuer Tag
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Die
Mariner legt ab
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Weiterfahrt
auf dem Sound
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Die
beste Aussicht im Bug
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Es
dauert gar nicht lange, da sind auch schon wieder die ersten Delphine an
unserer Seite und schwimmen mit uns um die Wette. Es scheint
ihnen riesigen Spaß zu machen. Aber wir sind doch schneller,
irgendwann geben sie auf und schwimmen ihre eigenen Wege.
Bei einem
fast spiegelglatten Sound ist das Gefühl, in einer Traumwelt zu
sein, noch viel größer. Vor allem ist kein Mensch da, außer
wir paar Leute auf der Wanderer und weiter vorne die Mariner |
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Flipper
& Co.
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Das
macht Spaß!
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Die
Ausfahrt aus dem Sound
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Mit
Kakao in die Tasman See
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Auch
hier warten Delphine
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Offenes
Meer
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Das, was die Touristen während der
Tagesausflüge erleben, gehört natürlich auch zu unserem
Programm: Die Fahrt auf die Tasman See, aufs offene Meer.
Wir sind begeistert, als wir den Sound
verlassen. Hurra, das weite Meer! Die Begeisterung hält
allerdings nicht lange. Auch wenn die Tasman See "ruhig"
aussieht, die Wellen sind höher als
sie wirken und das Schiff schaukelt gehörig. Der Kakao schaukelt fröhlich mit.
Der Wind pfeift uns um die Ohren. Es ist recht frisch. Der Ausflug
dauert etwa eine dreiviertel Stunde, für die Schnellseekranken fast
schon zu viel. Wir haben die
"Zuvielgeschaukelt-Grenze" glücklicherweise noch nicht erreicht.
Dennoch sind wir recht froh, als wir
umkehren und wieder in den Milford Sound hineinfahren. Fast noch begeisterter als bei der Rausfahrt. Aber
um es deutlich festzuhalten: Wir waren aus der Tasman See!!!
Unter Deck ist inzwischen das Frühstück fertig, aber weil wir
uns nicht von den Traumwelt trennen können, holen wir uns
nur ein bisschen Toast mit Käse oder Schinken und futtern
draußen. Inzwischen ist die Sonne auch schon höher gestiegen und
wärmt uns. Der Himmel ist dunkelblau und wolkenfrei nur um die
Berge spielt noch das ein oder andere Wölkchen. Es ist windstill.
Es
ist gegen 8 Uhr Morgens, wir fahren ein zweites Mal in den
Wasserfalle, halten bei den Delphinen und sehen Pinguinen zu,
wie sie ins Wasser hüpfen, um zur Arbeit zu paddeln. Und dann
sind wir fast schon wieder am Ende vom Sund und damit am Ende des
Overnight Cruise.
Prädikat: absolut empfehlenswert! Die Crew
war unheimlich nett, das Freizeitangebot aufregend (besonders
wenn man etwas jünger ist), das Essen
lecker, die Koje eng und die Nacht kurz. Aber wenn man in einer
Traumwelt unterwegs ist, was muss man da schlafen?
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Rückfahrt
in den Milford Sound
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Die
Mariner fährt wieder voraus
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Wir
fahren der Mariner hinterher
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Noch
mal im Wasserfall
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Wieder
im Hafen angelangt.
16 Stunden hatten wir den Milford Sound ganz
für uns alleine, jetzt müssen wir ihn wieder teilen. Die
ersten Reisebusse aus Queenstown und Te Anau fahren mit Touristen-Ladungen aus der ganzen
Welt vor, die dieses
Weltwunder ebenfalls sehen wollen. Vorbei ist es auch mit der Ruhe:
die ersten Flugzeuge und Hubschrauber steigen auf.
Es gab verschiedene Pläne, den Sound schneller zugänglich zu machen.
Zur Diskussion stand u.a. eine Straße, oder ein Sessellift oder eine kleine
Bahn von Queenstown zum Milford Sound. Soweit wir wissen,
wurden die Pläne erst mal wieder eingestampft. Wer den Mildford
Sound sehen will, muss früh aufstehen und lange im Bus sitzen,
wenn er von Queenstown aus eine Tagestour startet. Von Te Anau
ist die Fahrtzeit ein paar Stunden kürzer.
Die beste Zeit, um den Milford Sound fast alleine zu genießen,
ist vor 10 Uhr morgens und ab
16 Uhr nachmittags. Dann stört auch kein Hubschraubergeräusch
die Idylle. |
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Abschied
von der Wanderer
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Abschied
vom Milford Sound
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In Milford "City", mit seinem
Hotel, Campingplatz und noch 2 Häusern, steht die (wahrscheinlich) teuerste
Tankstelle in Neuseeland. Für Neuseeland-Verhältnisse mag es
teuer sein, für unsere ist es immer noch verdammt günstig
und vor allem die Rettung. So ein Womo braucht doch mehr Sprit als
man denkt. Und die letzte Tankfüllung war zu weit weg, um für
den Rückweg zu reichen. Sprich, wir sind auf die Tankstelle
angewiesen und äußerst dankbar, dass es sie gibt.
Die "Tankstelle" ist allerdings nur ein Tankautomat, der mit der
Kreditkarte gefüttert wird. Kreditkarte rein, Benzin zapfen. Gut,
dass wir eine Kreditkarte haben. Im ersten Versuch wollen wir normales
Benzin zapfen, das im Moment alle ist. Folglich passiert nichts. Die
Kreditkarte "läuft", aber kein Benzin. Beim zweiten
Versuch mit Super-Benzin klappt es, aber wir verlassen die Benzinstation mit dem
dumpfen Gefühl, dass jetzt vielleicht jemand anderes auf
unsere Kosten Benzin tanken kann. Ist aber glücklicherweise nicht
geschehen.
Mit vollem Tank geht es dann wieder die 120 km zurück nach Te
Anau. Ein
weiterer Halt bei den Keas ist Pflicht. Sie warten schon
wieder auf die Touristenbusse und auf Menschen, die sich nicht
an das Fütterungsverbot halten. Auch der Stopp bei den Mirrorlakes
muss noch mal sein. Diesmal spiegeln sie in der erhofften Weise
und bei soviel Szene kann man glatt darüber hinwegsehen, dass die
Seen nur Teiche sind und 50 Japaner mit ihren Kameras um einen
herum flitzen, um jede Perspektive mit ihren Kameras zu erwischen.
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wieder
auf der
Milford Road
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Die
Keas warten schon
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Gib
mir ein Butterbrot!
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Federkleid
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Die
Seen spiegeln
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wie
auf den Postkarten
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Milford Road
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Wieder
in der Zivilisation
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Die
erste Farm nach 120 km - ein nicht ganz perfektes Panoramabild
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Bring
me a big letter
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Auch
Kühe lieben Post!
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In Punkto Briefkästen sind die
Kiwis äußerst einfallsreich. Viele Kästen sind hübsch
bemalt oder aus ungewöhnlichen Materialien wie z.B. Bierdosen oder
Kieselsteinen. Andere sprechen von Sparsamkeit und der Hoffnung
auf große Pakete - zum Beispiel Briefkästen aus alten Ölfässern
oder Bojen. Wieder andere lösen ganz geschickt die Müll- und
Entsorgungsprobleme des Briefkastenbesitzers. Aus einem alten
Kühlschrank, Backofen, Schrank oder aus der Mikrowelle kann auch
ein Briefkasten werden. Wir sind so briefkastenbegeistert, dass
wir die ein oder andere Vollbremsung machen, oder - wenn es nicht
anders
geht - wenden und noch mal zurückfahren, um die ungewöhnlichsten
Modelle zu knipsen
Hier schon mal zwei Exemplare, weitere lustige Briefkastenbilder kommen auf den nächsten
Seiten...
Die Fahrt geht weiter entlang Lake Wakatipu,
dem drittgrößten
und längsten See in Neuseeland (80 km). Außer dass er
traumhaft schön ist, gibt es auch eine geographische
Besonderheit: Der See liegt auf einer Höhe von 310 m
über dem Meeresspiegel. Ist an seinen tiefsten Stellen aber bis
zu 380 Meter tief, also 70 m
unter dem Meeresspiegel. |
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Lake
Wakatipu
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aus einer anderen
Perspektive |
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Hütte
mit "Komfort"
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Aussicht auf den
Shotover River |
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Nach der letzten Nacht mit wenig
Schlaf haben wir das Bedürfnis nach einer ruhigen Nacht und ein bisschen mehr Wohnkomfort und Platz
als es das kleine Womo bieten kann. Deshalb mieten wir auf dem
Campingplatz in Frankton eine kleine Hütte, bzw. a cabin.
Die meisten Campingplätze haben mehr
oder weniger komfortable Cabins, so dass auch Leute ohne Wohnmobil
oder Zelt (oder mit kaputtem Zelt) auf dem Campingplatz
übernachten können. Viele Plätze haben darüber hinaus auch
Backpacker-Zimmer. Also Zimmer, die man sich wie in der
Jugendherberge mit mehreren Leuten teilt.
Der Vorteil von Campingplätzen gegenüber Hotels und Backpacker-Zimmern
ist unserer Ansicht nach, dass man meist mitten in der Natur
übernachtet. Außerhalb der Stadt, an wunderschönen
Plätzen. Außerdem trifft man auf Campingplätzen viel mehr Kiwis
(human) als in Hotels. In einem Backpacker sind sogar fast nur
Urlauber aus Übersee anzutreffen. Mit anderen Worten: Campingplätze sind näher an der Natur,
näher an der Bevölkerung.
Nachteil: Sanitäreinrichtungen und Küche werden mit vielen
unbekannten Menschen geteilt. Mäßiger Komfort und nicht immer
die besten Betten (in den Cabins). Zu berücksichtigen ist auch,
dass auf einem Campingplatz nach Sonnenuntergang tote Hose
herrscht. Alle ziehen sich in ihre Zelte und Womos oder Cabins
zurück und höchstens in der Küche oder im Aufenthaltsraum
trifft man noch ein paar Menschen.
Wir waren in der Vorsaison unterwegs. Die Campingplätze waren
deshalb meistens ziemlich leer. Würden wir noch mal zu dieser Jahreszeit
durch Neuseeland reisen, würden wir wahrscheinlich Schlafsäcke
mitnehmen, einen
Mietwagen leihen und in Cabins übernachten, oder wir würden
Millionäre werden und uns ein großes Womo mieten. Aber das hat
natürlich wieder den Nachteil, dass man nicht überall hin kommt,
wo man hin will... |
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Weiter zum nächsten Tag |
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