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Christchurch/Moeraki:
starke Gefühle, Muscheln, Möwen und komische Boulder |
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19.10.04
Die Sonne lacht, die frostigen 13 Grad waren gestern, heute
werden die T-Shirts ausgepackt und draußen gefrühstückt. So haben
wir uns es vorgestellt, so darf es immer sein! Nachdem es unser
erstes richtiges Frühstück in Neuseeland ist, hier unsere Verkostungserfahrungen.
Brot:
Zur Auswahl steht Toastbrot in ca. 50 Varianten, mal dünner,
mal dicker geschnitten, mal mit ein paar Körnern drin, mal ohne.
Geschmacklich ist kein großer Unterschied festzustellen, obwohl
jeder Kiwi steif und fest das Gegenteil behaupten wird und auf
seine Lieblingssorte schwört. In den Supermärkten gibt es auch
Brötchen, aber so knusprig wie zu Hause sind sie nie - weiß
der Teufel, woran das liegt. In Wellington haben wir eine deutsche
Bäckerei (Tag 16) gefunden, dort werden
"richtiges" Brot und Brezeln verkauft. Fast wie zu
Hause, aber doch nicht ganz. Vielleicht
liegt es am Mehl....
Wurst:
Wurst ist gewöhnungsbedürftig, der Schinken ist uneingeschränkt empfehlenswert. Sehr lecker auch "smoked Chicken", geräuchertes
Hühnchen. Am ersten Tag hat es uns fantastisch geschmeckt, nach 2
Tagen hatten wir es etwas über. Und als wir später noch mal
eines gekauft haben, ist es mit deutlich weniger Begeisterung
verzehrt worden, also nicht zu oft und in zu großen Mengen
kaufen.
Käse:
Vorherrschend ist die Sorte "Chester". In einigen Supermärkten
gibt es Delikatessabteilungen mit importiertem französischem Käse. Der ist
natürlich gut
aber teuer. Der neuseeländische Käse ist " a little bit strange" -
drücken wir es mal so aus. Er ist sehr fest und trocken und klebt am Gaumen, schmeckt erstaunlicherweise fast
immer gleich, egal welche Sorte
auf dem Brot liegt.
Marmelade:
Schmeckt sehr gut!
Erdnussbutter:
Schmeckt sehr gut!
Butter/Milch:
schmecken "very strange". Die Butter hat einen nicht beschreibbaren kuhigen Geschmack und ist nur im
halbflüssigen Zustand streichfähig. Auch die Milch schmeckt
etwas merkwürdig, aber der Kaffee übertönt es.
Neu entdecktes Geschmackserlebnis:
Toastbrot mit Erdnussbutter (statt Butter) und Marmelade,
sehr sehr lecker!
Das klingt jetzt so, als wären wir typische Deutsche, die
an allem rummäkeln und selbst am anderen Ende der Welt auf Sauerkraut
mit Schweinshaxe pochen. Dem ist nicht so. Man gewöhnt sich an
alles, aber neu angekommen fällt es auf: viele Lebensmittel wie Butter und Milch, die wir zu Hause täglich
essen/trinken, schmecken anders. Das ist am Anfang ziemlich merkwürdig. |
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Smoked
Chicken |
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&
lecker Toast |
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Ein
tolles Phänomen:
Ist das Hefegebäck. Irgendwie sind die Hefepilze anders
drauf als unsere. Sie geben dem Gebäck nicht nur viel Volumen,
sie blasen es regelrecht auf. Wenn man es zusammendrückt,
schrumpft es auf 1/5 seiner Größe zusammen und ist nur schwer
verdaubar. |
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Auch sehr apart:
Bart Simpson und Barbie-Nudelgerichte. Die Idee dazu scheint
allerdings nicht direkt aus Neuseeland zu kommen. In England
stehen diese (und noch viel mehr!) Kinderdosengerichte
ebenfalls in den Regalen. Hee Leute, bringt Euren Kindern lieber
bei, dass der Geschmack das entscheidende ist und nicht die
Nudelform. |
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Kinderlieblinge
in der Dose... |
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Bart
Simpson in Nudelsoße |
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Genug
übers Essen! Der
erste Weg nach dem Frühstück führt ans Meer.
In der Spencer
Bay, im Angesicht des tosenden Pazifiks wird uns so richtig bewusst, was wir gewagt haben
und wo wir jetzt sind - am anderen Ende der Welt.
Wir
sind fast 70 und einmal um die halbe Welt gereist. Wir sind
nicht die ersten und nicht die einzigen Rentner, die es nach
Neuseeland geschafft haben, aber wir für uns sind doch sehr stolz
auf diese Leistung und fühlen uns wie Pioniere. Captain Cook kann
nicht viel aufgeregter gewesen sein, als wir es sind. Beim Blick
auf den Pazifik kämpfen wir plötzlich mit sehr
starken Gefühlsregungen und haben Tränen in den Augen. Es
ist so schön! |
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Der
Pionier und das Meer |
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Die
perfekte Welle |
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Über den ersten "Reisetag" in Neuseeland lässt sich im
wesentlichen berichten, dass wir alle Augenblicke anhalten und die
Aussicht bestaunen oder an den Strand rennen. Schon nach wenigen
Stunden haben wir mehrere Kilo Steine und Muscheln
zusammengesammelt, die wir unbedingt mit nach Hause nehmen wollen.
Aussortiert wird später. |
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Gouvernment
Bay |
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Kirche
in...? |
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Touristisches Sightseeing-Highlight des 1. Reisetages sind die
Moeraki Boulder, 3 km nördlich von dem kleinen Ort Moeraki. Wir kommen
nach "Feierabend" an, also zu einer Zeit, wo das Restaurant
bereits geschlossen hat und die Touristen weiter gefahren
sind. Der Strand und die Boulders gehören uns ganz alleine.
Wunderbarerweise ist Ebbe, so dass fast alle dieser
überdimensionalen Murmeln zu sehen sind. Geologisch gesehen, sind
die Kugeln durch Kristallisierungsprozesse entstanden, sie wiegen
mehrere Tonnen und haben teilweise einen Umfang von mehr als 4
Metern. In der
Maori Mythologie sind es Körbe, mit denen die Vorvorfahren
Lebensmittel mitgebracht haben. However - sie sind ein tolles
Phänomen und sehr fotogen.
Einer der Boulders ist in der Mitte auseinander gebrochen, so dass
der kristalline Mittelpunkt zu sehen ist. |
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Moeraki
Boulders |
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Kaputtgegangen |
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Blick
vom Restaurant |
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Kristalle
im Inneren |
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Weil es schon spät und der nächste Campingplatz weit ist, bleiben
wir gleich in Moeraki. In dem kleinen Ort gibt es einen netten
Campingplatz, der von einer älteren Schweizer-Lady geführt wird.
Sie ist schon vor Jahr und Tag eingewandert, aber mit dem Kiwi-Brot
kann sie sich immer noch nicht anfreunden. Deshalb bäckt sie ihr Brot
selbst und verkauft es im Kiosk. Die
Lady ist sehr sehr nett und
das Brot sehr gut. Der Campingplatz ist klein aber
gemütlich, die Küche und Sanitäranlagen wurden erst vor kurzem
erneuert.
Zum Abendbrot gibt es dicke Rindersteaks mit viel Zwiebeln und
Kartoffeln. Die Steaks sind 1a!!! Aber zu den Kartoffeln muss noch
ein Wort verloren werden. Aus einem unerklärlichen
Grund wollen sie sich absolut nicht weich kochen lassen.
Nach 40 Minuten Sturmkochen geben wir auf und verzehren sie
aldente. Weitere Kartoffeln werden nicht gekauft. In Zukunft gibt
es Nudel und Reis (braucht auch sehr lange) und mehrfach auch
Backofen Pommes Frites. |
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Weiter zum nächsten Tag |
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