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| Muscheln
und Seegetier |
Die wirtschaftlich bedeutendste Muschelart dürfte ohne Frage die Paua Shell
bzw. Paua Muschel sein. Ihr Fleisch ist essbar, ihre Schale teuer
verwertbar. Wer ihr Inneres probieren möchte, findet sie
gelegentlich in frittierter Form in einem Fish'n Chips Shop. Wer
mehr von ihren äußeren Werten angesprochen wird, die Schale ist
ein heiß begehrtes Reisesouvenir für Peoples from Oversea. Sie
wird entweder am Stück mitgenommen (am liebsten von innen und
außen auf Hochglanz poliert) oder Stückchenweise in Form von
Schmuck.
Obwohl sie so gefragt ist, scheint noch kein Mangel an Pauas zu
bestehen. Es gibt lediglich Einschränkungen beim Ernten von
frischen
Pauas: Pro Person 10 Stück. Sie kleben übrigens an großen
Felsen und sind nur bei Ebbe zugänglich. Zum Abtrennen wird ein
scharfes Messer benötigt.
Es gibt zwei verschiedene Sorten. Die große Paua und die etwas
kleinere Silver Paua. Während das Perlmutt der großen Paua
grünlich/blau schimmert, schillern die Silver Pauas (wie's der
Name vermuten lässt) silbern.
Für die Esoteriker unter den Muschelfans: Pauas sollen eine kräftigende und stabilisierende
Wirkung auf die Psyche haben. Angeblich heben sie das
Selbstwertgefühl, vermitteln mehr Selbstvertrauen und bescheren
mehr Selbstbewusstsein... Man muss nur dran glauben!
In Carterton
(siehe Karte) gibt es einen
Paua Shell Factory & Shop. Dort kann man zusehen, wie Pauas
geschliffen werden und wie aus ihnen Schmuck hergestellt wird. Außerdem gibt
es ein großes Salz-Wasser Aquarium mit Pauas, Seepferdchen und
anderen See-Getieren. Und shoppen kann man natürlich auch.
Ganz krass haben es Myrtle und Fred in dem Örtchen Bluff
(siehe Karte) getrieben. Statt mit Kacheln haben sie ihre
Wände mit geschliffenen Pauas beklebt. In Bluff findet auch
jährlich im April ein Austern und Seafood Festival statt.
Womit schon fast die Frage geklärt ist, wo findet man eigentlich
Pauas?
In Bluff auf alle Fälle, sonst hätten Myrtle und Fred schwerlich
ihr Haus damit tapezieren können. Es gibt sie aber nicht überall
in Neuseeland! Pauas bevorzugen kaltes Wasser und
kleben wie gesagt an Felsen. Wer sich an langen Sandstränden auf
die Suche macht, sucht umsonst. Ein gutes Indiz für Pauas
(zumindest an der Ostküste) ist die Anwesenheit von Seehunden. Sie
mögen die gleichen Regionen. Angeblich gibt es auch an der
Westküste Pauas, aber wer schnell fündig werden will, sollte sich
lieber an der Ostküste auf die Suche machen, wobei die Südinsel
noch erfolgversprechender ist als die Nordinsel. |
Wer
Muscheln pur aus der Natur mag, dem seien diese kleinen weißen Muscheln empfohlen. Es macht nicht nur Spaß sie zu essen, die
Party beginnt schon beim "fischen". Sie werden bei
Ebbe aus dem Sand gegraben. Allerdings nicht dort wo der Strand
schön trocken daliegt, sondern knie- und hüfttief im Wasser.
Man wartet ab, bis die Wellen ausgeklungen sind, dann bückt man
sich, gräbt mit den Fingern im Sand und steckt die Muscheln
schnell in einen Eimer oder besser noch ein Netz, bevor die
nächste Welle anrollt.
In der Theorie klingt das ganz unproblematisch. Da die Brandung
aber etwas stärker ist als die Ostsee, schluckt man
dabei schon mal etwas Wasser und wird ständig von den Muscheln
weggerissen, die man gerade mit dem Fuß oder den Händen
aufgespürt hat. Wenn das Eimerchen voll ist,
werden die Muscheln etwa einen Tag gewässert und dann gekocht
oder gegrillt. Wer mag kann sie auch direkt aus dem Meer auf den
Grill schmeißen, sie sind dann nur ein bisschen sandiger. |
Crayfisch
/ Languste
Dieser
feuerrote Bursche war ursprünglich von brauner/schwarzer Farbe,
bis er in den Kochtopf kam. Crayfische haben ein weißes, festes
Fleisch und schmecken leicht süßlich. Auf der Südinsel, auf
der Route 1 von Blenheim nach Kaikouro (siehe Karte)
kann man fertig gekochten Crayfisch direkt an der Straße
kaufen. Der Preis richtet sich nach der Größe und liegt ca.
zwischen 16 und 24 NZ $, also 8 - 12 Euro. |
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